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Big Five Afrika | Tierwelt Afrikas entdecken

Big Five Afrika

Untrennbar mit einer Reise nach Afrika verbunden ist eine Safari, bei der man Wildtiere in ihrem natürlichen Habitat beobachten kann. Und zu den absoluten Highlights einer solchen Reise zählt das "spotten", also das erblicken der so genannten "Big Five". Die grossen Fünf, das sind die beeindruckendsten und mächtigsten Tiere, die Afrika zu bieten hat: Löwe, Elefant, Leopard, Büffel und Nashorn. Früher wurde auf Safaris noch von Grosswildjägern Jagd auf diese Wildtiere gemacht, um sich Trophäen daheim an die Wand zu hängen – heute sind die Jäger nur noch Touristen, die nach dem perfekten Motiv für ein Foto suchen. Der Nervenkitzel besteht nicht mehr darin, sich auf der Jagd mit der Flinte in freier Wildbahn an die grossen Tiere anzupirschen, sondern sie in einem der zahlreichen Nationalparks Afrikas wie dem Krüger Park oder dem Hluhluwe Umfolozi Park in Freiheit und unbedroht zu bestaunen. Nachfolgend stellen wir euch die Big Five der afrikanischen Tierwelt genauer vor:

1. Elefant

Das grösste Landsäugetier der Welt ist jedem Kind auf der Welt bekannt. Die grauen Dickhäuter mit ihrem charakteristischen Rüssel, den grossen Ohren und den mächtigen Stosszähnen sind wahrhaft beeindruckend. Loxodonta Africana, wie der Elefant mit seinem lateinischen Namen heisst, kann ausgewachsen eine Schulterhöhe von bis zu vier Metern und ein Gewicht von sechs Tonnen erreichen. Damit hat er auch keine natürlichen Feinde. Allerhöchstens kann ein Löwe einem Jungtier gefährlich werden, das sich zu weit aus dem Schutz der Herde entfernt hat. Elefanten gelten als ausgesprochen intelligente und soziale Tiere und wandern gemeinsam als Herde auf der Suche nach Futter durch die Wildnis. Rund 200 Kilogramm Futter benötigt ein Elefant pro Tag, trotz seiner Grösse ist er aber Veganer. Gräser, Laub, Rinden und Wurzeln spüren die Tiere überall auf und erreichen dank des geschickten Rüssels jedes noch so versteckte Blatt. Dazu brauchen Elefanten auch jede Menge Wasser, bis zu 160 Liter am Tag kann ein Bulle tanken.

Elefant Big Five Afrika

Auf der Suche nach Wasser in der Savanne können sie auch bis zu einem Meter tief graben, die so entstandenen Wasserlöcher sind wichtige Biotope für zahlreiche andere Wildtiere. Die ökologische Bedeutung der Elefanten für den Kontinent ist nicht hoch genug einzuschätzen, und man sollte den mächtigen Tieren alleine schon deswegen mit allerhöchstem Respekt begegnen. Grundsätzlich sind Elefanten relativ gleichgültig gegenüber Menschen und die Chance, gleich mehrere der Tiere zu sehen, ist relativ hoch.

2. Nashorn

Nashörner gehören wie Elefanten zu den ältesten Spezies an Landtieren, schon seit rund 50 Millionen Jahren bevölkern diverse Unterarten die Erde. Doch durch unkontrollierten Abschuss, vor wegen der Hörner als begehrte Beute, rottete der Mensch die in Afrika lebenden Arten Breitmaul- und Spitzmaulnashorn (Ceratotherium simum und Diceros bicornis) fast komplett aus. Obwohl ein gesundes Nashorn trotz seiner Länge von bis zu vier Metern und 3,5 Tonnen Gewicht auch ausgesprochen wehrhaft und schnell ist, hat es den Schusswaffen von Jägern nichts entgegenzusetzen.

Nashorn Big Five Afrika

Auch heute noch sind Wilderer, die hauptsächlich im Auftrag von asiatischen Auftraggebern die angeblich medizinisch wirksamen Hörner erbeuten wollen, die grösste Bedrohung für die sich erholenden Bestände der Nashörner. Speziell das etwas kleinere, auch als Black Rhino bekannte Spitzmaulnashorn, gilt immer noch als gefährdet. Ein Nashorn in freier Wildbahn anzutreffen ist weit schwieriger als einen Elefanten, da die Tiere ausgesprochen scheu sind und Menschen meiden. Doch die oft kolportierten Berichte über ihre Aggressivität sind stark übertrieben. Jedoch ist ein Nashorn, das sich bedroht fühlt, sehr gefährlich und kann im Sprint bis zu 45 km/h erreichen – schneller als Sprint-Superstar Usain Bolt.

3. Büffel

Der Kaffernbüffel, auch Afrikanischer Büffel oder lateinisch Syncerus Caffer bezeichnet, ist die mit Abstand grösste Rinderart in Afrika und eine der grössten der Welt. Sein tiefdunkles Fell und die charakteristischen, gekrümmten und massiven Hörner lassen ihn schon von weitem erkennen. Eine Schulterhöhe von bis zu 175 cm und rund 800 Kilogramm machen den Büffel zu einer zwar lohnenden, aber schwierigen Beute für Grosskatzen. Da Büffel grundsätzlich in einer Herde zusammenleben und auch gemeinsame Verteidigungsstrategien haben, hat schon so mancher zu kecke Löwe und Leopard seinen Angriff mit dem Leben bezahlt. Obwohl die Bestände der Büffel von ein paar Hunderttausend Tieren seit Jahren zurückgehen, gelten sie nicht als gefährdet. Die Chance, auf einer Rundreise in einem Nationalpark gleich eine ganze Menge der Tiere zu sehen, liegt bei praktisch 100%.

Büffel Big Five Afrika

4. Löwe

Die oft als "König der Tiere" bezeichnete Grosskatze ist neben dem Tiger in Asien die grösste Art und auch das grösste Landraubtier Afrikas. Ein Löwe wird in seiner Grösse oft unterschätzt; er überragt einen Menschen aber, wenn er sich auf die Hinterbeine stellt. Und mit einem Gewicht von bis zu 200 Kilogramm sind die äusserst muskulösen Räuber auch in der Lage, Jungtiere von Elefanten oder Büffel zu erbeuten. Dies tun sie aber meist im Rudel – so trifft man die majestätischen Tiere auch meistens auf Safari an. Diese setzen sich meistens aus einem Männchen mit der charakteristischen Mähne und etlichen Weibchen und Jungtieren zusammen.

Löwe Big Five Afrika

Warum in jeder Geschichte ausgerechnet der Löwe immer als König der Tiere bezeichnet wird, wirkt überraschend, wenn man das Verhalten der Jagd beobachtet. Denn die Männchen sind nur für drei bis vier Prozent der Beute verantwortlich, den Hauptteil erledigen die Weibchen. Das zeichnet gleich ein etwas anderes Bild von Panthera Leo, wie der ockerfarbene Jäger auch genannt wird! Löwen haben keine natürlichen Feinde, rasten gerne im Schatten und bleiben daher auch relativ gelassen, wenn sich eine Safari-Partie von Touristen annähert.

5. Leopard

Ein Leopard ist der wahrscheinlich am schwierigsten aufzufindende Vertreter der Big Five. Er ist ein Einzelgänger und in praktisch allen Bereichen der Wildnis ein äusserst geschickter Jäger. Der Leopard ist im Gegensatz zum Löwen ein guter Kletterer und versteckt Beute in Baumkronen. Er ist aber ebenfalls ein guter Schwimmer und nimmt alles an Beute, was er bekommen kann. Panthera Pardus, so seine lateinische Bezeichnung, sind deutlich kleiner als Löwen oder Jaguar und erreichen bei einem Gewicht von bis zu 90 Kilogramm eine Schulterhöhe von 80 Zentimetern. Das charakteristische Fell mit den schwarzen Rosetten kann in Ausnahmefällen auch ganz dunkel sein, man spricht dann von einem Schwarzen Panther. Diese Bezeichnung ist übrigens auch für komplett schwarze Exemplare des in Südamerika heimischen Jaguars gebräuchlich – einen Panther als Art gibt es nicht, sondern er ist der Name für alle Grosskatzen.

Leopard Big Five Afrika

Woher kommt die Bezeichnung Big Five?

Der Bezeichnung der Big Five stammt noch aus der Kolonialzeit, als Grosswildjäger nach Afrika strömten, um dort begehrte Trophäen zu bejagen. Dabei galten die grössten Wildtiere wie Elefanten, Büffel und Nashörner natürlich als besonders gefragt, aber auch die Grosskatzen Löwe und Leopard. Der eine, als König der Tiere tituliert ohnehin immer schon faszinierend, der andere als besonders gerissener Jäger und schwierig aufzuspürende Beute andererseits. Der völlig unregulierte Jagdbetrieb brachte so manche Art, wie zum Beispiel die Nashörner, an den Rand der Ausrottung; auch wurde durch die Störung des natürlichen Gleichgewichts die Tierwelt Afrikas massiv geschädigt. Heute sind die meisten Tierarten, darunter auch Vertreter der Big Five, streng geschützt, und wer von einer Safari je ein Foto der grossen Fünf mit nach Hause nehmen kann, hat den Jackpot geknackt. 

Big Five - Die grössten Tiere Afrikas

Strenger Artenschutz und Schutz vor Wilderern ist heute das primäre Ziel der Parks, und der Safari-Tourismus ist die wichtigste Einnahmequelle für den kostspieligen Betrieb. Mit einer Safari zu den Big Five schafft man sich also nicht nur eine bleibende Erinnerung fürs Leben, sondern hilft auch mit, jeder Art das Überleben zu sichern. Mit den Grosswildjägern von einst hat man dann nur noch gemeinsam, dass man es sich zwischen den Ausflügen in die Wildnis in einer komfortablen Unterkunft gut gehen lässt.

Wo kann man in Afrika die Big Five beobachten?

wo big five in afrika?

Auch wenn die grossen Fünf prinzipiell in allen Regionen des südlichen Afrikas anzutreffen sind, hat man in bestimmten Gegenden und Nationalparks bessere Chancen als anderswo. So gibt es im Addo Elephant National Park in Südafrika logischerweise die hundertprozentige Chance, viele Elefanten zu sehen, der notorisch gut getarnte und dort eher seltene Leopard wäre dafür ein echter Glückstreffer. Das ebenfalls seltene Black Rhino oder Spitzmaulnashorn beispielsweise wird in vielen Gebieten wie dem Hluhluwe Umfolozi Park erst wieder angesiedelt. Wer also besonders grossen Ehrgeiz hat, bei der Jagd nach einem Foto der Big Five unter freiem Himmel wirklich alle Tiere zu erwischen, sollte je nach Jahreszeit mindestens zwei unterschiedliche Nationalparks auf einer Safari verbinden.

Big Five in Südafrika

Südafrika ist aufgrund seiner guten Erreichbarkeit, der Vielzahl an touristischen Themen, der guten Infrastruktur und vor allem der Anzahl und Qualität der Parks eines der Top Reiseziele in Afrika, wenn es um eine erfolgreiche Safari zu Elefant, Löwe, Leopard und Co geht. Als Highlights besonders hervorzuheben sind hier der Krüger Park an der Ostküste sowie der Hluhluwe Umfolozi Park. In beiden Nationalparks hat man sehr gute Karten, dass einem wirklich alle grossen Fünf über den Weg laufen!

Big Five in Namibia

Das Kronjuwel der Parks in Namibia ist der Etosha Nationalpark. Hier kann man Löwe und Leopard, Elefant und Nashorn antreffen – lediglich die Büffel und ihre typischen Hörner findet hier nicht. Dafür aber im Bwabwata Nationalpark oder Nkasa Rupara Nationalpark, wo eben statt dem Nashorn Büffel das Sagen haben. Die Big Five lassen sich also auch in Namibia problemlos sehen.

Big Five in Botswana

Der sicherste Tipp für ein Zusammentreffen mit den Big Five in Botswana ist das Moremi Game Reserve am Okavango Delta. Als Draufgabe kann man hier nicht nur hunderte Vogelarten beobachten, sondern mitunter auch einen Löwen, der sich schwimmend an seine Beute heranmacht. Elefanten sind hier aber eher selten, zur Sicherheit sollte man dafür auch den nahe gelegenen Chobe Nationalpark besuchen.

Big Five in Kenia

Kenia ist ein klassisches Reiseziel für Afrika Safaris und kann mit ein paar der besten Parks des Kontinents aufwarten. Serengeti, Amboseli, Tsavo East/West und viele mehr laden ein, hier auf den Spuren der ehemaligen Grosswildjäger statt einer Trophäe ein tolles Foto zu schiessen. Auch die Unterkünfte in den Parks, viele davon in unmittelbarer Umgebung eines belebten Wasserlochs, gehören zu den mit Touristen erfahrensten Einrichtungen in Afrika.

Big Five in Tansania

Ähnlich wie in Kenia gibt es hier riesige Populationen von Wildtieren, die man in sehr weitläufigen Parks antrifft. Der Serengeti Park oder der Ngorongoro Crater Park bieten gute Chancen auf die Big Five. Im Kilimanjaro Nationalpark sind zwar hauptsächlich Büffel und Elefant die Hauptattraktion der Big Five, dafür kann man aber auch direkt von der Unterkunft aus ein Foto vom höchsten Berg Afrikas machen.

 

Weitere Listen der afrikanischen Tierwelt

Alternativ zu der Liste der grossen Fünf gibt es auch Aufstellungen mit ganz anderen Tieren, wo nicht nur die Grösse eine Rolle spielt. Besonders eifrige Reisende können versuchen, diese etwas anderen Listen ebenfalls zu vervollständigen!

Little Five

Gegenüber der Big Five hat sich am anderen Spektrum der Zoologie Afrikas auch der Begriff der Little Five herauskristallisiert. Obwohl es lokale Abweichungen gibt, wurden den kleinen Fünf sogar ihre grossen Pendants zugeordnet. Die Stelle als Elefant nimmt der Kleine Rüsselspringer ein, das Nashorn wird naheliegenderweise vom Nashornkäfer vertreten. Der Büffelweber, eine der zahlreichen Vogelarten, steht für den Afrikanischen Büffel, ein Käfer namens Ameisenlöwe und die Leoparden- oder Pantherschildkröte repräsentieren die beiden Grosskatzen. Welche Liste der beiden Fünf – die Big Five oder die Little Five – schwieriger auf Safari aufzufinden ist, bleibt aber dahingestellt!

Ugly Five

Ugly Five Afrika

Dieser wenig schmeichelhafte wenn auch zutreffende Name steht für die Liste Marabu, Warzenschwein, Geier, Gnu und Hyäne. Da man diese Wildtiere in praktisch allen Nationalparks häufig antrifft, ist diese Zusammenstellung wahrscheinlich am einfachsten zu komplettieren. Auch wenn die Namensgebung nicht besonders nett ist, sind alle diese Tierarten wichtig für das ökologische Gleichgewicht in der Wildnis.

Shy Five

Viel Glück damit! Die Schüchternen Fünf sind, wie der Name verrät, besonders schreckhaft bzw. selten und daher schwer zu finden, sogar ein Leopard oder ein Nashorn sind leichter aufzuspüren. Der Begriff hat sich speziell in Namibia etabliert und bezeichnet Erdferkel, Erdmännchen, Erdwolf, Löffelhund und Stachelschwein.

Marine Big Five

Eine regionale Besonderheit in Südafrika ist die dank der besonderen Lage am Kap aussergewöhnliche Fauna im Meer. Da hier nicht nur der südlichsten Punkt von Afrika liegt, sondern auch zwei Weltmeere aufeinandertreffen, lassen sich die Marine Big Five auf einer Safari entlang der Küste antreffen. Der Glattwal oder Südkapper, der Weisse Hai, Delfine, Pelzrobben und Brillenpinguine ergeben ein buntes Sammelsurium an grossen Säugetieren und schlauen Räubern, die ihren Kollegen an Land um nichts nachstehen! Tipp: Zwischen Juni und Dezember kann man alle fünf zur gleichen Zeit bestaunen, und zwar an der Küste von Gansbaai etwa 160 km südöstlich von Kapstadt. Die restliche Zeit des Jahres versammeln sich immerhin vier der fünf ebenfalls an der Küste, nur die Wale nicht.

Big Nine

Giraffe Big Nine Afrika

Der Begriff der Big Five bzw. grossen Fünf orientierte sich bei der Namensgebung nicht nur an der Grösse, sondern auch der Schwierigkeit, diese zu erlegen. So sind zum Beispiel das Flusspferd oder die Giraffe ebenfalls beeindruckend grosse Wildtiere, während der Gepard als schnellstes Landtier der Erde ein scheuer, aber wunderschöner Jäger ist. Zebras wiederum sind zahlreich und dank ihrer einzigartigen Färbung obligatorisch wie Gnus bei jeder Safari zu sehen. Immer mehr Rundreise-Veranstalter werben daher damit, auf ihren Safaris nicht nur die Big Five, sondern die Big Nine sehen zu können. Wir sagen: Name egal, je mehr Tierarten, umso besser!

Fazit Big Five Afrika

Egal, ob Sie eine Safari in einen oder mehrere Nationalparks unternehmen, ob in Südafrika oder einem der anderen spannenden Reiseziele Afrikas: jede Rundreise und jede der Safaris bietet eine Vielfalt an Tieren, die man hier unter freiem Himmel beobachten kann. Big Five, Little Five, Ugly Five, Shy Five, Marine Big Five oder die Big Nine, Wasser oder Land – die Hauptsache ist, Sie nehmen nicht nur ein Foto mit nach Hause, sondern auch ein Bild im Kopf, von dem sie noch viele Jahre in unvergesslichen Erinnerungen etwas zehren können. Und mit Ihrem Beitrag zur finanziellen Absicherung der Parks werden es Ihnen Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard als Vertreter aller schützenswerten Wildtiere danken!

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